Digitalen Kommunikation: Jugend im Netz gefangen

Digitalen Kommunikation: Jugend im Netz gefangen

Jugendliche driften immer mehr in die virtuelle Welt ab. Durchschnittlich schauen sie bis zu dreieinhalb Stunden täglich auf ihr Smartphone. Mit fatalen persönlichen und gesellschaftlichen Folgen.

WhatsApp, Instagram, Snapchat: Das Digitale verdrängt das Soziale. Jugendliche kommunizieren immer mehr rein digital, auf Kosten realen Beziehungen. Das belegt die JIM-Studie 2017.

Die Langzeitstudie untersucht, wie 12- bis 19jährige Medien und Kommunikation nutzen. Dahinter steht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest.

Sieben Stunden am Tag

Die Spitzengruppe starrt täglich bis zu sieben Stunden aufs Display. Im Schnitt schauen Jugendliche in Deutschland bis zu dreieinhalb Stunden täglich auf ihr Smartphone.

94 Prozent der Jugendlichen in Deutschland tauschen sich regelmäßig über WhatsApp aus. Auf Platz zwei kommt Instagramm. Insgesamt 57 Prozent nutzen die Plattform ständig. Knapp dahinter liegt Snapchat mit immernoch 49 Prozent regelmäßigen Nutzern.

Gefährlicher Trend

Somit sind die Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr noch weiter in die virtuelle Welt eingetaucht. „Diese besorgniserregende Entwicklung muss zu einem Aufschrei in unserer Gesellschaft führen“, warnt Prof. Gerald Lembke, Präsident des Bundesverband Medien und Marketing (BVMM).

Whatsapp ist bei Jugendlichen die Nummer 1. Foto: pixabay
Whatsapp ist bei Jugendlichen die Nummer 1. Foto: pixabay

Entertainment und Narzissmus

Der Bezug der Jugendlichen zur realen Umgebung wird immer komplizierter. Persönlich aufeinander zuzugehen bleibe auf der Strecke, “weil diese Zeit durch die virtuelle Kommunikation substituiert wird”, sagt Lembke.

Das werde Konsequenzen für die sozialen Kompetenzen in nahezu allen Unternehmen mit sich bringen. „Die Zusammenarbeit zwischen Individuen, die in einer von Narzissmus, Egoismus und Entertainment dominierten Digitalwelt groß werden, wird in Zukunft die größte Herausforderung für die Wirtschaft werden.”

 

DOWNLOAD der JIM-Studie

Eine harte Nuss, insbesondere für das Personalmanagement und die Führungskräfte in der Arbeitswelt von morgen. Die komplette Studie ist hier zu finden: Download als PDF: JIM-Studie 2017: Jugend, Information, (Multi-) Media

About The Author

William Vorsatz

William Vorsatz ist Geschäftsführender Inhaber von VORSATZ.MEDIA, Filmproduzent, Formatentwickler, preisgekrönter Autor

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