Mehrsprachige Videos richtig produzieren

Mehrsprachige Videos richtig produzieren

Verschiedene Sprachversionen für Videos bedeuten Mehraufwand. Der lässt sich jedoch erheblich reduzieren. Künstliche Intelligenz und ein paar wichtige Kniffe helfen dabei.

Wer ein Video plant, sollte sich rechtzeitig über die Zielgruppe und die Zielgebiete klar sein. Damit steht auch die Frage nach verschiedenen Sprachversionen im Raum. Vorausschauend geplant, lassen sich Produktionskosten sparen.

Wenn verschiedene Versionen des Videos in unterschiedlichen Sprachen geplant sind, gibt es zwei Möglichkeiten der Umsetzung. Die aufwendigere: die übersetzten O-Töne und Sprechertexte werden als Voiceover über das Original gelegt. Im Hintergrund sind O-Töne und Atmo leise zu hören, der Sprechertext dagegen wird komplett ausgetauscht.

Für das fremdsprachliche Voiceover müssen Texte transkribiert, übersetzt und adaptiert werden. Dann kommt der Native Speaker zum Einsatz. Es folgt eine separate Tonmischung.

Voiceover aus dem Schnitt

Bei TV-Sendern, die normalerweise weiter hinten auf der Fernbedienung programmiert sind, können Sie oft Dokumentationen sehen, bei denen das Voiceover nicht nur auf die O-Töne gelegt ist, sondern auch über die Off-Sprecher.

Etwas absurd wird es, wenn die Dokumentation zu allen Überfluss einen deutschen O-Ton hat, darüber ein englisches Voiceover und dann nochmals ein deutsches Voiceover oben drauf.

Bei diesem krassen Fall wird deutlich, wie es sich auswirkt, wenn die Sprachversionen nicht gleich in einer Postproduktion berücksichtigt werden. Solange das Projekt mit allen Mediadateien im Schnittrechner liegt, ist eine weitere Fassung einfach.

Wenn weitere Sprachversionen denkbar sind, Media- und Projektdateien für Schnitt und Audiomischung aber nicht länger aufbewahrt werden können, ist es sinnvoll, zumindest eine neutrale Ausspielung mit O-Tönen, aber ohne Sprecher zu machen. Das erspart den Zuschauern später einen sinnlosen Kauderwelsch an Sprachen.

Fremdsprachige Untertitel: Die Lesbarkeit muss gewährleistet sein.

Wann Untertitel besser sind

Einfacher wird die Postproduktion, wenn statt eines Voiceovers nur Untertitel eingesetzt werden. Es bedarf keiner zusätzlichen Sprecher. Außerdem muss der Sound nicht neu gemischt werden. Die Entscheidung für Voiceover oder Untertitel hängt sicherlich vom Produktionsbudget und von der prognostizierten Reichweite des Videos in der jeweiligen Zielsprache ab.

Aber auch das Format und der Abspielkanal spielen eine Rolle. Ein Werbefilm im TV soll auch über den Ton wirken, wenn der Zuschauer abgelenkt ist. Anders sieht es bei einem Facebook-Video aus. Das wird meist ohne Ton konsumiert. Hier empfehlen sich meist Videos mit Untertitelung in den verschiedenen Sprachen.

 

Künstliche Intelligenz einsetzen

Nicht nur durch die rechtzeitige Planung der Sprachversionen wird die Postproduktion günstiger. Auch die KI hilft. Für die Transkription stehen heute viele gute Apps bereit. Wir nutzen bei VORSATZ.MEDIA das Programm Dragon. Das aber nur, weil es die App zu ca. 100 Euro schon lange gibt und wir sie auf unsere Stimmen trainiert haben.

Babylonisches Sprachgewirr bei der Videoproduktion? Künstliche Intelligenz übersetzt.

Für die verbreiteten professionellen Schnittprogramme gibt es ebenfalls Zusatztools, die mittlerweile gute Arbeit bei der Transkription leisten. Auch diese Programme müssen trainiert werden und lernen ständig dazu. Die Resultate zu kontrollieren und, wo notwendig, zu überarbeiten, geht bei weitem schneller als eine manuelle Transkription.

 

Ziemlich genialer Übersetzer

Bei selbstlernenden Übersetzungsprogrammen hat sich gerade in den letzten Monaten ebenfalls einiges getan. Mit DeepL zum Beispiel gibt es einen kostenlosen neuen Dienst im Netz, der den Google-Übersetzer gnadenlos in den Schatten stellt. DeepL übersetzt nicht Wort für Wort, sondern den Sinn der Ausgangstexte. Der Dienst beherrscht bisher sieben Sprachen, darunter Deutsch.

Ein menschlicher Übersetzer muss dann kontrollieren und anpassen. Wenn der übersetzte Text zu lang ist, muss er gekürzt werden, ohne den Sinn zu verfälschen. Mitunter ist es notwendig, die Abfolge der übersetzten Satzteile umzustellen, weil sonst plötzlich Bild-Text-Scheren auftauchen. Deshalb ist es für anspruchsvolle Videoproduktionen sinnvoll, wenn redaktionell erfahrene Übersetzter und Editoren gemeinsam im Schnitt sitzen.

 

Alles in einem Abwasch

Bei Untertitelungen soll die Lesbarkeit gewährleistet sein. Um die Einblendungen nicht zu kurz stehen zu lassen, fangen sie schon vor dem entsprechenden Bild an und enden später, wo dies möglich ist.

Bei den Sprachadaptionen sollten Sie auch gleich an alle Grafiken und Begleittexte denken wie Keywords, Teaser für Social Media, Taggs u.s.w.. In einem großen Auftrag wird es günstiger, als wenn Sie nochmals beauftragen müssen.

Für eine gelungene Sprachadaption von Videos braucht es nach wie vor Spezialwissen und Erfahrung. Vorausschauende Planung und der Einsatz künstlicher Intelligenz sparen jedoch Kosten, ohne dass die Qualität dabei in den Keller gehen muss.

About The Author

William Vorsatz
William Vorsatz ist Geschäftsführender Inhaber von VORSATZ.MEDIA, Filmproduzent, Formatentwickler, preisgekrönter Autor
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