Video Vorproduktion: Von der Jagd zur Saat und Ernte

Vorproduktion

Video Vorproduktion: Von der Jagd zur Saat und Ernte

Ob ein Werbefilm, ein Produktfilm oder ein Erklärvideo sich lohnen, entscheidet sich bereits vor der eigentlichen Videoproduktion. In der Vorproduktion gibt es einiges zu beachten. Wer hier Fehler macht, riskiert sein Investment.

Die Anfrage kommt per Mail. Die Kundin hat ein Marketing-Event geplant und will zeitnah drei Videos dazu. Das Event soll vollständig abgefilmt werden: Eintreffen der Gäste, Opening, Vorträge, Diskussionen. Dazu müssen zahlreiche „Impressionen“ eingefangen werden. Außerdem werden „Statements“ gewünscht. Mehr teilt die Kundin in dem Briefing nicht mit.

 

Wert entsteht in der Vorproduktion

Anfragen in dieser Art bekommen wir immer wieder. Dann wissen wir sofort: hier werden wir besser beraten. Sonst wäre der Kundin wenig geholfen. Sie würde unnötig viel investieren, der Nutzen wäre jedoch vage.

Die Vorproduktion wird von Laien oft unterschätzt. Alle Aufmerksamkeit richtet sich auf Produktion, also Dreharbeiten und Regie, und Postproduktion mit Schnitt, Grafik, Sound und Color Grading. Dabei entstehen die Videos eigentlich im Vorfeld. Es ist wie mit dem Bauplan für ein Haus. Das Gebäude kann nur so gut werden, wie der Architekturentwurf. Alles andere wären nur noch improvisierte Anbauten.

Die eindeutige Botschaft

„Was soll der Film erreichen“, frage ich die Kundin. „Die gute Stimmung zeigen und wie interessant das Event war“, bekomme ich zur Antwort. Dafür eine Agentur für Filmproduktion und Video Marketing zu ordern, rechnet sich kaum. Ziel sollte es für die Kunden immer sein, mehr als das Investment hereinzukommen.

Dazu müssen wir uns gemeinsam mit den Kunden darauf verständigen, was mit den Videos wirklich erreicht werden soll. Und was dies Wert ist. Dann überlegen wir, wie dieses Ziel am effektivsten erreicht werden kann. Schnell wird klar, dass die Filmproduktion nur zusammen mit dem gesamten Video Marketing Sinn macht.

„Botschaften sind wie Tennisbälle. Wirf mir einen zu, und ich fange ihn. Wirf mir drei zu, und ich fange keinen.“ Jean-Remy von Matt

Am Anfang steht die Filmbotschaft. Hier wird oft schon deutlich, wie diffus die Vorstellungen zunächst oft noch sind. Manchmal ist es sogar nötig, das ganze Event nochmals zu hinterfragen oder die Ziele dort zu präzisieren. Die Botschaft ist ein einfacher kurzer Satz, nicht ein Absatz. Es sind auch nicht zwei oder drei Botschaften. „Wirf mir einen Tennisball zu, und ich fange ihn. Wirf mir drei Tennisbälle zu, und ich fange keinen“, bringt es Agenturgründer Jean-Remy van Matt auf den Punkt.

Die Botschaft ist untrennbar mit der Zielgruppe verbunden. Auch hier zählt Präzision. Eine Zielgruppe weiblich und männlich, zwischen 18 und 48, allgemein interessiert – das ist wenig hilfreich. Es geht darum, eine Persona zu entwickeln. Diese Zielperson ist ganz konkret. Sie hat ein Alter, einen Bildungsweg, einen ganz bestimmten Job und lebt in einem definierten Umfeld. Sie hat bestimmte Wertvorstellungen, Hobbies, Präferenzen.

 

Signale an das Unbewusste

Mit Botschaft und Persona können wir uns überlegen, wie wir im Film die Botschaft am besten transportieren. Welches Format ist am besten geeignet? Welche Tonalität wählen wir? Wie wird die Botschaft durch das Video glaubwürdig? Jetzt erst haben wir die Briefing-Daten, die wir für das Filmkonzept brauchen.

Können wir mit jedem Film eine Geschichte erzählen? Storytelling ist die einprägsamste Umsetzung der Botschaft. Hier richtet sich die Message gezielt an das Unbewusste und wirkt dort weiter. Wo das Erzählen einer Geschichte nicht möglich ist, nutzt die stringente Argumentation. Auch hier überlegen wir schon im Konzept, welche Bilder die Aussagen plausibel unterstützen. Denn 90 Prozent unserer Informationen nehmen wir visuell wahr.

 

Treatment oder Storyboard

Das Konzept ist unser Fundament. Erst, wenn die Kundin genauso zufrieden ist, wie wir selbst, entsteht daraus entweder ein Treatment, das offen für situative Besonderheiten ist, oder ein Storyboard für gescriptete Produktionen.

Der Drehablaufplan ist ein weiterer Teil der Vorproduktion. Gedreht wird später nie chronologisch. Logistik, Verfügbarkeit der Protagonisten, Tageszeit bei Außenaufnahmen und Ablauf innen, all das muss effektiv gedreht werden. Also nicht unbedingt in der Reihenfolge, wie später im Video. Aber dazu haben wir ja das Treatment oder Storyboard.

 

Reiche Ernte statt magere Jagdtrophäe

Jetzt wird deutlich, warum wir nicht auf Bilderjagt gehen, sondern Bilder sammeln. Oder noch treffender gesagt: Wir sind Pflanzer und ernten beim Event. Denn Szenen müssen vorbereitet werden. Vielleicht brauchen wir einen Beleg für die Glaubwürdigkeit, beispielsweise einen Award zum Abfilmen. Daran denken wir vor dem Event.

Jetzt sind wir nicht mehr schicksalshaft dem ausgeliefert, was zufällig passiert. Wir müssen auch nicht mehr den lieben langen Drehtag warten, bis uns die richtigen Motive vor die Objektive laufen. Das spart teure Produktionszeit. Aber auch die Postproduktion verkürzt sich wesentlich, da wir mit geplanten Bildern arbeiten können statt zunächst endlos zu sichten.

 

Bloß keine Überraschungen

Die Kunden bekommen maßgeschneiderte Produkte statt Überraschungskisten. Dafür hat unser strukturiertes Briefing genauso gesorgt wie das kreative Konzept, das präzise Treatment und durchdachte Drehorganisation. Nach der Saat kommt die Ernte. Wir sind ja keine Jäger und Sammler mehr.

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    William Vorsatz
    William Vorsatz ist Geschäftsführender Inhaber von VORSATZ.MEDIA, Filmproduzent, Formatentwickler, preisgekrönter Autor
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